I. Papa, Mama, Opa, Oma und dann? -Sprache beeinflusst Beziehungen

Moderation: Angela Hoffmeyer
Impuls: Hans Dusolt

Kinder brauchen klare Strukturen, um sich sicher im Beziehungsgeflecht ihrer Patchworkfamilie bewegen zu können. Papa und Papa Heinz? Wer ist wer? Zu wem bin ich loyal? Wer kommt zuerst?

  • Welche Begriffe/Bezeichnungen können wertschätzend verwendet werden?
  • Welche Begriffe für welche Beziehungen geben Eltern ihren Kindern an die Hand, damit sie ihre Bezugspersonen sicher und ohne zu kränken ansprechen können?
  • Welche Begriffe/Bezeichnungen werden in der Außendarstellung der Familie verwandt?
  • Welche Folgen haben abwertende und degradierende bzw. verwirrende Begriffe (Erzeuger/Unterhaltszahler/Wochenendvater) auf das Selbstbewusstsein der „Betroffenen“ und auf gelebte Beziehungen?

II: Patchwork – Regenbogen; Kinder in außergewöhnlichen Familienkonstellationen

Moderation: Ulrich Severin
Impuls: Bernd Fischer (Regenbogenväter)

Im Kindergarten spielen Kinder PAPA, MAMA, KIND. Sie kopieren Rollen und üben früh die Übernahme von Rollen in ihrer zukünftigen Familie. Sie verarbeiten damit ihre aktuelle Familiensituation, in dem sie verschiedene Varianten durchspielen und ausprobieren. Sie lernen andere Familienkonstellationen kennen.

Kinder in Regenbogenfamilien werden schon in ihre Patchworkfamilie geboren. Ebenso suchen Trennungskinder nach Lösungen für ihre Familienbeziehungen.

  • Welche Beziehungsdynamik entfacht ein neuer Partner/eine neue Partnerin von Vater oder Mutter?
  • - wenn ich plötzlich Stiefgeschwister bekomme?
  • - wenn ein Halbgeschwister unterwegs ist?
  • Wie erlebe ich meinen Vater, wenn ich bei Mutter und „Co-Mutter? Zweit-Mutter?“ aufwachse?
  • Welche Identität kann ich als Junge/Mann bzw. Mädchen/Frau entwickeln, wenn ein Elternteil fehlt? 

III. Wir sind Patchwork - Pflichten und Rechte aus Kinder- und Elternsicht

Moderation: Josef Mohr
Impuls: Ulrike Buchner

Kinder in Patchworkfamilien brauchen sichere Rechtsverhältnisse. Darüber hinaus dürfen sie gegenüber Kindern in anderen Familienkonstellationen nicht benachteiligt werden. Die UN-Konvention über die Rechte der Kinder gibt grundsätzliche Rechtsnormen vor. Dazu gehören die Sicherung der Identität (u.a. Kenntnis der Abstammung) und das Aufwachsen mit beiden Eltern.

  • Wie sollte das Abstammungsrecht zukünftig ausgestaltet werden, angesichts diverser Familienkonstellationen?
  • Wie ist das Sorgerecht/Betreuungsrecht vor und ab der Geburt zu gestalten?
  • Welches Sorgerecht soll für Patchworkfamilien gelten (u.a. nach Trennung, wenn sich Partner erneut trennen)?
  • Welche Rechte sollen den Kindern ab welchem Alter bei der Gestaltung ihrer Betreuung eingeräumt werden?